Ebenfalls seit Anfang März 2014 steht unter www.austal2000.de eine neue austal2000-Version zum Download bereit, die auch die nasse Deposition von Stoffen berechnen kann.

Hierzu schreibt das Umweltbundesamt:

„Im Rahmen des Projekts RESTNI wurde unter dem Namen AUSTAL2000N eine Erweiterung des Programms AUSTAL2000 erstellt.

AUSTAL2000N ist im wesentlichen identisch mit AUSTAL2000, der Referenzimplementierung des Umweltbundesamtes für die Ausbreitungsrechnung nach Anhang 3 der TA Luft, erlaubt jedoch zusätzlich die Berechnung der nassen Deposition entsprechend der Richtlinie VDI 3945 Blatt 3. AUSTAL2000N dient in RESTNI zur Untersuchung der Sensitivität der berechneten nassen Deposition auf unterschiedliche Methoden der Regionalisierung stündlicher Niederschläge. Das Umweltbundesamt stellt AUSTAL2000N unter der GNU PUBLIC LICENCE kostenlos zur Verfügung.

Die Referenzimplementierung des Umweltbundesamtes für die Ausbreitungsrechnung nach Anhang 3 der TA Luft bleibt AUSTAL2000.

Die Eingabedatei für AUSTAL2000N lautet wie bei AUSTAL2000 austal2000.txt die Protokolldatei dagegen austal2000n.log. Einstellungen und feste Parameterwerte sind in der Datei austal2000n.settings definiert. Die Standardwerte von Depositionsgeschwindigkeit und Auswaschrate wurden auf Grundlage der Richtlinie VDI 3782 Blatt 5 festgelegt. Diese unterscheiden sich zum Teil von den Vorgaben der TA Luft (beispielsweise ist nach TALuft für SO2 ohne Deposition zu rechnen, in AUSTAL2000N wird für SO2 standardmäßig trockene und optional auch nasse Deposition berücksichtigt).

Das Projekt „Regionalisierung stündlicher Niederschläge zur Modellierung der nassen Deposition“ (RESTNI) wird im Umweltforschungsplan des Bundesumweltministeriums unter der Forschungskennzahl 3710 42 218 2 gefördert. Es steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Uwe Haberlandt vom Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und landwirtschaftlichen Wasserbau der Leibniz Universität Hannover und hat eine Laufzeit vom 01.04.2011 bis zum 31.03.2014. Schwerpunkte des Projekts sind die Entwicklung, Evaluierung und Anwendung einer Methode zur Regionalisierung von Niederschlagszeitreihen. Im Rahmen des Projekts werden mehrjährige Niederschlagszeitreihen für Niedersachsen mit einer zeitlichen Auflösung von einer Stunde in einer räumlichen Auflösung von einem Kilometer erzeugt. Wann gleichwertige Niederschlagsdatensätze für ganz Deutschland vorliegen ist noch offen.“

Umweltbundesamt, Januar 2014